Zum Weltblutspendetag sagt das DRK-Hemer 585 mal Danke

Hemers Blutspender setzen in schwierigen Zeiten ein Zeichen der Menschlichkeit. Allein im ersten Halbjahr 2020 haben 585 Menschen ihr Blut gespendet, um Menschen in Not zu helfen. Rechnerisch konnten die Hemeraner allein im ersten Halbjahr rund 1.755 Menschen helfen.

Aus den Blutspenden können verschiedene Präparate hergestellt werden, sodass eine Blutspende bis zu drei Menschenleben retten kann.

Das Rote Kreuz in Hemer dankt den Blutspendern

In Hemer gibt viele treue Blutspender, die mehrmals im Jahr regelmäßig zur Blutspende gehen. Das DRK-Hemer bedankt sich besonders bei den „Jubilaren“ des 2. Quartals 2020.

  • Ralf Kutschelis (145 Spenden)
  • Hartmut Kraft (115 Spenden)
  • Holger Klawonn, Klaus Fischer (110 Spenden)
  • Ingrid Sendner (105 Spenden)
  • Robert Frick (100 Spenden)
  • Neycan-Canney Özbey ( 85 Spenden)
  • Katja Maikowski ( 80 Spenden)
  • Christian Marquardt (70 Spenden)
  • Sylvio Ulbricht, Gerhard Vatter (je 65 Spenden)
  • Axel Stüken, Ursula Stenner (55 Spenden)
  • Ulrich Jacobi-Trentepohl , Bernd Lautenbach (50 Spenden)
  • Renate Rüchel, Matthias Messerschmidt, Doris auf der Stroth, Ingrid Mirkes-Mirbach (je 45 Spenden)
  • Thomas Schuhwirt, David Fuchs (je 35 Spenden)
  • Christine Möller, Eva Scherf, Daniela Wittke (je 30 Spenden)
  • Denis Lenz, Susanne Blömecke, Michael Reinders, Thomas Weber (25 Spenden)
  • Jutta Bertelsmann, Guido Ebe, Madeline Sauermann, Dustin Gnibba (je 20 Spenden)
  • Wolfgang Brehl, Karin Krause, Gabriele Blömecke (15 Spenden)
  • Meike Stoellger, Tim Schneider, Sergey Dalmann (je 10 Spenden)

Aber selbstverständlich gilt der Dank auch bei allen anderen Blutspendern, die uneigennützig Menschen in Not helfen.

Die Blutspende, ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizin

Ohne Blutspender kann auch unser modernes medizinisches Versorgungssystem nicht funktionieren. Die Blutspenden helfen Menschen in verschiedenen Notsituationen. Die meisten Menschen denken dabei in erster Linie an spektakuläre Unfälle, in denen die Blutkonserve den Blutverlust ausgleichen soll. Aber mit einer Blutspende kann man viel mehr bewirken. Insbesondere bei den „stillen Leiden“, die nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen, helfen Blutkonserven und Blutpräparate.

  • Das Blut der Blutspender wird in fast 20% zur Behandlung von Krebserkrankungen verwendet.
  • Fast 40% der Blutspenden zur Behandlung von Erkrankungen der inneren Organe, wie Herzerkrankungen, Magen-Darmkrankheiten oder Leber- und Nierenkrankheiten eingesetzt.
  • Bei Komplikationen bei Geburten werden rund 4% der Blutspenden eingesetzt.
  • Nur etwas über 10% der Blutkonserven werden für Verletzungen bei Unfällen eingesetzt.
  • Rund 20% der Blutpräparate werden für diverse weitere Einsatzgebiete verwendet.

Allein in Deutschland werden täglich über 15.000 Blutkonserven benötigt.

Schätzungen haben ergeben, dass rund 80% der Menschen einmal im Leben auf eine Blutspende angewiesen sein werden, in Deutschland gehen aber nur 3% der Menschen zur Blutspende.

Der Weltblutspendetag und die Kampagne „Missing Type. Erst wenn´s fehlt fällt´s auf!“ soll auf fehlende Blutspenden aufmerksam machen und mehr Menschen zur Blutspende motivieren.

In der Kampagne „Missing Type“ sollen die Buchstaben A, B und O, die stellvertretend für die Blutgruppen A, B und 0 stehen. Auf diversen Werbeplakaten fehlen die Buchstaben, sodass die fehlenden Buchstaben sinnbildlich für die fehlenden Blutkonserven stehen. Die Aktion im Internet unter dem Hashtag #missingtype verlängert.

Der Weltblutspendertag (World Blood Donor Day oder Weltblutspendetag) wird jährlich am 14. Juni begangen und macht darauf aufmerksam, wie notwendig die freiwillige und unentgeltliche Blutspende ist. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die sie nie zuvor getroffen haben – Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Auch bei ungeborenen Kindern im Mutterleib konnten Ärzte bereits Leben erhalten und schwerste Schädigungen vermeiden, dank Blutspenden.

Der Tag ist nicht zufällig gewählt: Am 14. Juni wurde Karl Landsteiner geboren, einer der bedeutendsten Mediziner der Welt, der 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Er entdeckte das AB0-System der Blutgruppen, welches die menschlichen roten Blutkörperchen in die verschiedenen Antigen-Eigenschaften A, B und 0 sortiert. Landsteiner erkannte auch, dass die Bluttransfusion zwischen Personen der gleichen Gruppe nicht zur Zerstörung der Blutzellen führt, wohl aber zwischen Personen verschiedener Blutgruppen. 1907 wurde die erste erfolgreiche, auf seinen Arbeiten basierende, Bluttransfusion durchgeführt. Bis heute bilden seine Entdeckungen die Grundlage der modernen Transfusionsmedizin.

Wie wichtig eine Blutspende ist, zeigt sich schon alleine daran, dass das DRK knapp 75 Prozent der notwendigen zellulären Blutpräparate für die Versorgung der Patienten in Deutschland sichert. Ohne jede einzelne Blutspende der jährlich etwa 3,8 Millionen Menschen, die Blut beim DRK spenden, wäre diese Versorgung gar nicht möglich.

Das Deutsche Rote Kreuz benötigt dafür täglich 15.000 Blutspenden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass vor allem junge Menschen als neue und regelmäßige Blutspender gewonnen werden.

Aber nicht nur in Deutschland wird der Blutspende und allen Blutspendern am 14. Juni Aufmerksamkeit zuteil, sondern weltweit. So engagiert sich neben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) auch die Internationale Förderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) an diesem Tag und weist auf die Bedeutung von Blutspenden hin.

Blutspendetermine

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